Die Redakteure der Schwetzinger Zeitung und Hockenheimer Zeitung sind immer wieder an Menschen interessiert, die eine besondere Tätigkeit ausüben.

So bat mich Maria Herlo, freie Mitarbeiterin der Schwetzinger Zeiung, zu einem Interview über meine Tätigkeit als Freie Rednerin und Zeremoniegestalterin.

Wir trafen uns in Mannheim, in meinen Räumen, und führten ein anregendes Gespräch über meine Tätigkeit als Hochzeitsrednerin, als Rednerin bei einem Willkommensfest für ein Kind, und auch über die Gestaltung einer Zeremonie bei einer Trauerfeier.

Hier der Artikel im Wortlaut:

„Worte, die bewegen“: Die Hockenheimerin Regina Maria Bach übt den besonderen Beruf einer „Freien Rednerin“ und „Zeremoniegestalterin“ aus

Eine „Freie Rednerin“ ist sie also, eine „Zeremoniegestalterin“: Regina Maria Bach, eine Hockenheimerin, die jetzt in Mannheim lebt. Wir wollten wissen, was das für ein Berufsstand ist, wie man dazu kommt, ihn auszuüben, und welche Voraussetzungen man mitbringen muss. Dafür trafen wir uns zu einem Gespräch genau dort, wo sie auch die Paare empfängt, mit denen sie sich über deren bevorstehende Hochzeitsfeier – der freien Trauung – unterhält, sich über ihre Vorlieben und über ihre persönliche Geschichte informiert. Dank des hellen, freundlichen Raums, ihrer einnehmenden Präsenz, ihres offenen aufmerksamen Blicks, stellt sich sofort ein Gefühl von Vertrauen ein. „Für die Ausübung dieser Tätigkeit ist das respekt- und taktvolle Behandeln der Informationen, die in die individuellen Reden einfließen, sehr wichtig“, macht sie im Laufe unseres Gesprächs deutlich. Das ihr entgegengebrachte Vertrauen empfindet sie als wertvolles Gut. Davor jedoch erzählt sie, dass der Berufstand „Freie Rednerin“ oder „Zeremoniegestalterin“ in der heutigen Zeit immer mehr Zulauf von Menschen bekommt, die konfessionslos, die religiös ungebunden sind, oder von gleichgeschlechtlichen Paaren. An Wendepunkten ihres Lebens wie Hochzeit, Begrüßung eines Kindes oder Beerdigung verspüren auch sie die Notwendigkeit von feierlichen, besinnlichen Momenten. Dann kommen sie ins Nachdenken und stellen sich Fragen nach dem Sinn und nach dem, was ihr Leben ausmacht. Zu Bachs Aufgaben gehört es, den Ablauf solcher Feierlichkeiten und die freie Rede vorzubereiten. Sie sollen ganz persönlich gestaltet sein. Dass ihr dies vorbildlich gelingt, ist insofern nicht verwunderlich, da sie 38 Jahre lang als Religionslehrerin an einer kaufmännischen Berufsschule tätig war und einen großen Erfahrungsschatz im Umgang mit Menschen mitbringt. „Schon damals wurde mir klar, dass der Religionsunterricht nicht das ist, was junge Leute in ihrem Alltag brauchen“, sagt sie, „deshalb dachte ich, das muss anders gemacht werden, vor allem auch, weil an der Schule viele Jugendliche ohne Konfession waren.“ So entschied sie sich, verschiedene Weiterbildungen im Bereich Psychologie und Persönlichkeitsentwicklung zu absolvieren und den Religionsunterricht dementsprechend umzustellen. „Irgendwann wurde ich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, eine freie Trauung zu machen. Das war so vor sieben Jahren. Die Hochzeit fand im Wald statt und die Rede war genau auf das Paar zugeschnitten, damit es das Gefühl bekommt, etwas Einzigartiges, Unwiederholbares zu erleben.“ Dann wurde sie ein zweites Mal angefragt, ob sie nicht eine Willkommensfeier für ein Kind gestalten möchte. Und so begannen sich, die Anfragen zu häufen.
Anfragen nach Gestaltung einer Trauerfeier kamen hinzu.
Jetzt, wo Regina Maria Bach in Rente ist, hat sie viel Zeit, sich ganz diesen Herausforderungen zu widmen. „Ich habe gemerkt“, sagte sie, „dass es genau das ist, was ich von ganzem Herzen gerne mache und auch gut kann: Worte zu finden, die bewegen, eine außergewöhnliche, ganz persönliche Zeremonie zu gestalten nach Bedürfnissen der Auftraggeber.“ Dabei ist ihre Rolle nur die einer Begleiterin, sie steht nicht im Zentrum, dorthin gehört das Brautpaar oder das neugeborene Kind. „Du hast bei der Trauung dafür gesorgt, dass es der schönste und unvergesslichste Tag in unserem Leben wird“, ist nur ein Lob von vielen, das ihr Kunden zukommen ließen.

Um der Trauung eine ganz persönliche Note zu verleihen, lässt sie von den Brautleuten auch einen Fragebogen ausfüllen, wo sie Auskunft geben von ihrer ersten Begegnung, von besonderen Momenten ihrer Liebesgeschichte, von dem, was sie verbindet, was sie aneinander schätzen, von ihren Hobbys und, wie sie sich ihre gemeinsame Zukunft vorstellen. Eine bedeutende Rolle spielt dabei der Ort, wo die freie Trauung stattfindet wie zum Beispiel im Park, im Wald, im Schlossgarten oder in der Location der Hochzeitsfeierlichkeit. Zur Zeremonie gehört auch das Eheversprechen mit Worten, die sich die Liebenden selbst auswählen, die Musik, Ringaustausch. Gegenstände mit Symbolwert, die ihre gemeinsame Geschichte widerspiegeln, sind ebenfalls sehr wichtig, betont Bach. „All dies wirkt für die Vermählten im späteren Leben stets wie eine Kraftquelle des Glücks, aus der sie immer schöpfen können.“
Auch bei den Feierlichkeiten des Abschiednehmens ist eine persönlich gestaltete Zeremonie für die Angehörigen ein wichtiger Schritt zur Trauerbewältigung. „Das Feedback ist sehr positiv, egal ob es um eine freie Trauung, um eine Willkommens- oder um eine Trauerfeier geht“, fügt Bach nicht ohne Stolz hinzu.

Info: Wer Kontakt mit Regina Maria Bach aufnehmen möchte, kann dies unter info@reginamariabach.de tun oder unter der Telefonnummer 0621-8355838. Zusätzliche Informationen bietet auch die Homepage unter www.reginamariabach.de